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Wichtige Fragen zur elektronischen Gesundheitskarte

Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und der Aufbau der Telematikinfrastruktur (Verbindung der IT-Systeme aus Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäusern und Krankenkassen miteinander) soll den sicheren Austausch medizinischer Daten im Interesse der Patientinnen und Patienten ermöglichen.

Doch was kann die eGK wirklich, welche Daten werden gespeichert, wo liegen die Vorteile? Hier die wichtigsten Fragen und Antworten:

Bin ich verpflichtet, ein Foto einzureichen? Ja. Es gibt eine gesetzliche Pflicht wie bei einem Ausweis. Nur Kinder bis zum vollendeten 15. Lebensjahr und Versicherte, die aus gesundheitlichen Gründen kein Foto einreichen können, zum Beispiel schwere Pflegefälle, sind nicht dazu verpflichtet. Sie können aber freiwillig teilnehmen.

Wie muss das Foto aussehen? Das Passbild sollte randlos sein, das Format 35 mal 45 Millimeter haben. Es muss aktuell sein, sauber und unbeschädigt. Ihr Gesicht sollte eine Größe von circa 32 Millimeter haben. Der Hintergrund sollte einfarbig und ohne störende Gegenstände sein. Das Tragen von Kopfbedeckungen ist nur erlaubt, wenn es aus religiösen Gründen vorgeschrieben ist. In diesem Fall muss das Gesicht dennoch deutlich erkennbar sein.

Was ändert sich beim Arztbesuch? Für die Versicherten ändert sich derzeit nichts. Beim Arztbesuch wird die elektronische Gesundheitskarte genauso eingelesen wie die bisherige Krankenversichertenkarte. Damit das reibungslos klappt, wurden Ärzte, Zahnärzte und Krankenhäuser mit modernen Kartenlesegeräten ausgestattet.

Welchen Nutzen hat die elektronische Gesundheitskarte? Der Hauptnutzen liegt in den medizinischen Anwendungen, die für den Patienten freiwillig sind. Wenn es zu einem Ernstfall kommt, soll der Arzt wichtige Notfalldaten direkt von der Karte abrufen können. Zudem gibt es immer mehr Menschen, die mehrere Medikamente einnehmen. Deshalb ist es wichtig, dass ein Arzt Informationen über alle Arzneimittel bekommt, die sein Patient einnimmt. Damit können unerwünschte Neben- und Wechselwirkungen vermieden und mehr Arzneimitteltherapiesicherheit erreicht werden. Ziel ist es, so schnell wie möglich medizinische Anwendungen einzuführen.

Welche Anwendungen sind Pflicht und welche Kür? Die Speicherung der Versichertenstammdaten ist für alle gesetzlich Versicherten verpflichtend. Dies sind Angaben zur Person wie Name, Geburtsdatum, Geschlecht und Anschrift sowie Angaben zur Krankenversicherung. Dazu zählen die Krankenversichertennummer, der Versichertenstatus (Mitglied, Familienversicherter oder Rentner) und der Zuzahlungsstatus. Diese Daten dienen den Krankenkassen als Berechtigungsnachweis für die Inanspruchnahme von Leistungen. Auf der Karte sollen künftig auch elektronische Rezepte gespeichert werden können (ärztliche Verordnungen in elektronischer Form). Diese Funktion steht zum heutigen Zeitpunkt noch nicht zur Verfügung.

Alle darüber hinausgehenden medizinischen Informationen werden zukünftig nur auf ausdrücklichen Wunsch des Versicherten mittels der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert. Dazu zählen das Speichern von Notfalldaten, etwa Angaben über Allergien, der elektronische Arztbrief, die elektronische Patientenakte, die Arzneimitteldokumentation, das elektronische Patientenfach und die elektronische Patientenquittung. Noch stehen diese Funktionen nicht zur Verfügung.

Wieso bekomme ich eine neue Krankenversicherungsnummer? Der Gesetzgeber hat die neue Versichertennummer mit dem Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung beschlossen. Die Nummer bleibt ein Leben lang gültig, auch wenn Sie die Krankenversicherung wechseln. Die neue Nummer beginnt mit einem zufällig gewählten Großbuchstaben auf den neun Ziffern folgen

Kann ich die elektronische Gesundheitskarte ablehnen? Nein. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der neuen Infrastruktur. Sie muss von allen Krankenkassen verbindlich eingeführt werden und löst die alte Krankenversichertenkarte vollständig ab.

Können Dritte, beispielsweise Krankenkassen oder Arbeitgeber, auf medizinische Daten zugreifen? Nein. Dies ist durch rechtliche und technische Vorkehrungen ausgeschlossen. Auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeicherte Daten dürfen nur zum Zweck der medizinischen Versorgung verwendet werden. Missbrauch wird strafrechtlich verfolgt. Der Versicherte bestimmt durch das Einstecken seiner Karte ins Kartenterminal und die Eingabe seiner PIN, wer die Daten einsehen darf. Nur Ärzte, die über den zweiten Schlüssel, den Heilberufsausweis, verfügen, können auf die Daten zugreifen. Das ist gesetzlich geregelt und entsprechend technisch umgesetzt. Darüber hinaus werden die letzten 50 Zugriffe protokolliert.


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