Nicht ohne Hautschutz

Endlich Sommer: Schönes Wetter macht gute Laune und viele haben das Verlangen möglichst viele Sonnenstunden auszukosten. Doch die Auswirkungen der Sonnenstrahlung werden häufig unterschätzt, dabei erkranken jedes Jahr über 275.000 Menschen in Deutschland an Hautkrebs. Viele bösartige Hauttumore treten an den Körperstellen auf, die der UV-Strahlung die größte Angriffsfläche bieten: Stirn, Ohren, Schultern, Kopfhaut, Nasenrücken, Oberlippe, Nacken, Fußrücken, Kinn und Dekolleté – die sogenannten Sonnenterrassen des Körpers. Übermäßige Sonnenbäder vergisst die Haut nicht. Vor allem nicht, wenn es bereits zu Warnzeichen, wie Rötung, Juckreiz, Schwellung oder Blasenbildung gekommen ist – bekannt unter dem Begriff Sonnenbrand.

Oberflächlich erholt sich die Haut nach einigen Tagen wieder. Allerdings hat sich der Schaden tief in die Haut »eingebrannt«. Dies kann zur Folge haben, dass die Haut vorzeitig altert und unter Umständen auch Hautkrebs entsteht. Das heißt nicht, dass jeder Sonnenbrand direkt Hautkrebs verursacht, allerdings kann eine zunehmende Häufigkeit dazu führen. Schon bevor ein Sonnenbrand spürbar ist, sind bereits Zellschäden vorhanden. Bis zu einem gewissen Maß kann der Körper diese noch reparieren. Wird der Schaden größer, kann langfristig an diesen Stellen Hautkrebs entstehen.

Daher sollten Sie einen Sonnenbrand unbedingt vermeiden. Dazu bietet der UV-Index eine wichtige Orientierungshilfe.

UV-Index zur Bestimmung der Schutzmaßnahmen

Die Stärke der Sonneneinstrahlung lässt sich in der Regel durch einen Blick zum Himmel einschätzen. Allerdings wird die Stärke der Strahlung bei einem bewölkten Himmel schnell unterschätzt, denn auch durch eine Wolkendecke dringt UV-Strahlung. Über die Stärke der UV-Strahlung informiert der UV-Index. Von April bis September wird dieser vom Bundesamt für Strahlenschutz im Internet oder ist im Wetterbericht zu finden. Je höher der Indexwert auf einer Skala von 1 bis 11 steigt, desto größer ist das Sonnenbrandrisiko bei einem ungeschützten Aufenthalt in der Sonne. Schutzmaßnahmen werden bereits bei einem mittleren UV-Index von 3 bis 5 empfohlen. Diese Werte werden häufig schon im April erreicht.

Die UV-Index-Skala ist in verschiedene Bereiche unterteilt, für die jeweils andere Schutzempfehlungen gelten. Der UV-Index ist sowohl ein Maß für die zu erwartende UV-Belastung, als auch eine Orientierungshilfe für Empfehlungen zu Sonnenschutzmaßnahmen.

Quelle: bfs.de

Richtiger Schutz für Ihren Hauttyp

Das Risiko für die Entwicklung eines Hautkrebses hängt auch vom jeweiligen Hauttyp ab. Jeder Hauttyp hat seine individuelle Eigenschutzzeit. Das heißt, die Zeit vom Beginn der Sonneneinwirkung bis zur Entwicklung einer geringen Hautrötung. Daraus ergibt sich auch, wie schnell ein Sonnenbrand entsteht. Natürlich ist der sonnenunempfindlichere Hauttyp keinesfalls immun gegen Sonnenbrand.

Auf der Internetseite des Bundesamtes für Strahlenschutz können Sie anhand eines Fragebogens Ihren Hauttyp ermitteln. Wichtig ist, dass es sich dabei lediglich um eine grobe Einschätzung handelt und nur Ihr Dermatologe eine genaue Einordnung Ihres Hauttyps vornehmen kann.  

Die Haut von Kindern ist gegenüber der Einwirkung von Sonnenstrahlung deutlich empfindlicher als die Haut von Erwachsenen. Wie Sie die Haut Ihres Kindes am besten schützen können, erfahren Sie in dem Beitrag »Ein ganz besonderer Hauttyp«.

Tipps zum UV-Schutz

Grundsätzlich sollte Ihre Haut langsam an eine Sonnenbestrahlung gewöhnt werden. Dazu suchen Sie sich in den ersten sonnigen Tagen ein Schattenplätzchen. Und ganz wichtig: Vermeiden Sie unbedingt einen Sonnenbrand. Dazu geben wir Ihnen die folgenden Tipps:

Starke Sonne meiden

Meiden Sie starke Sonne! Bei Sonnenhöchststand zur Mittagszeit ist die Wirkung der Sonne um ein Vielfaches höher als vormittags oder nachmittags – daher die Aktivitäten lieber morgens oder gegen Abend einplanen.

Auf die Kleidung kommt es an

Der einfachste Schutz ist auch mit entsprechender Kleidung und einer Kopfbedeckung zu erreichen. Die Kopfbedeckung sollte auch die Ohren und den Nacken schützen. Die Schuhe sollten den Fußrücken bedecken.

Darüber hinaus ist ein Schutz der Augen wichtig, um Augenschädenwie Linsentrübung (Kataraktbildung) oder Schädigung der Netzhaut vorzubeugen. Achten Sie beim Kauf der Sonnenbrille auf UV-Schutzgläser und Blendschutz mit entsprechender Filterkategorie.

Immer schön eincremen

Cremen Sie alle unbedeckten Körperstellen mit Sonnencreme ein. Für Kinder wird ein Lichtschutzfaktor von mindestens 30, für Jugendliche und Erwachsene mindestens 20 empfohlen. Im Hochsommer und in südlichen Ländern sollte bei empfindlicher Haut ein sehr hoher Lichtschutzfaktor (50+) gewählt werden. Beim Kauf achten Sie darauf, dass UV-A- und UV-B-Filter auf der Tubenpackung stehen, und tragen die Creme eine halbe Stunde vor dem Aufenthalt in der Sonne auf. Wichtig ist, dass dieser Schutz nach dem Baden, Schwitzen oder Spielen erneuert wird, um die Schutzwirkung zu erhalten.  

Auch beim Baden schützen

Wasser reflektiert die UV-Strahlung und verstärkt deren Wirkung. Darum sollten Schultern, Brust und Rücken mit einem T-Shirt bedeckt sein oder spezielle UV-Kleidung getragen werden. Nach dem Baden sollte nach dem Aufenthalt im Wasser nachgecremt werden.

Frühzeitig vorsorgen – Hautkrebsscreening

Bei der frühzeitigen Entdeckung von kleineren Hauttumoren, können in der Regel alle Hautkrebsarten noch gut behandelt. Das Hautkrebsscreening ist eine entsprechende Vorsorge zur Früherkennung. Hierbei untersucht ein Dermatologe Ihre Haut nach auffälligen Merkmalen. So erkennt er zum Beispiel Muttermale, die vergrößert sind oder eine ungleichmäßige Färbung haben und beurteilt die Gefährlichkeit des Muttermals.

Unsere Mehrleistung: Die atlas BKK ahlmann unterstützt Sie bei der Hautkrebsfrüherkennung und beteiligt sich an den Kosten – jährlich ab der Geburt! Und Sie erhalten einen Punkt für Ihr Bonusheft.

Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch oder auf unserer Webseite unter www.atlasBKKahlmann.de/hautkrebsscreening.


Quellen: krebsgesellschaft.dekrebshilfe.de, bfs.de, bkk-dachverband.de, atlasBKKahlmann.de