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Voraussetzungen für die kostenfreie Familienversicherung

Familienangehörige können sich unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichern. Dafür müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Erfahren Sie hier, wer familienversichert sein kann, wer nicht und wann die Familienversicherung endet.

Wer kann familienversichert werden?

  • Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner
  • leibliche Kinder/Adoptivkinder
  • Enkelkinder
  • Pflegekinder, die mit Ihnen in häuslicher Gemeinschaft leben
  • Adoptionspflegekinder
  • Stiefkinder, für deren Unterhalt Sie überwiegend aufkommen

Weitere Voraussetzungen:

  • Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Inland
  • Keine eigene vorrangige Versicherung
  • Nicht versicherungsfrei oder nicht von der Versicherungspflicht befreit
  • Nicht hauptberuflich selbstständig
  • Kein Gesamteinkommen, das die maßgebende monatliche Einkommensgrenze (2019: 445 Euro) übersteigt. Geringfügig Beschäftigte bleiben in der Familienversicherung, wenn ihr Einkommen nicht höher ist als 450 Euro monatlich. Leistungen nach dem BAföG werden bei der Ermittlung des Gesamteinkommens nicht berücksichtigt.

Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gilt:
Die beitragsfreie Mitversicherung in Verbindung mit der Mitgliedschaft eines Familienangehörigen gilt unter folgenden Bedingungen:

  • Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.
  • Bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres, wenn sie nicht erwerbstätig sind.
  • Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, wenn sie sich in Schul- oder Berufsausbildung befinden oder ein freiwilliges soziales Jahr oder ein freiwilliges ökologisches Jahr im Sinne des Jugendfreiwilligendienstgesetzes oder Bundesfreiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz leisten. Aber: Wird die Schul- oder Berufsausbildung durch Erfüllung einer gesetzlichen Dienstpflicht des Kindes unterbrochen oder verzögert, besteht die Versicherung auch für einen der Dauer dieses Dienstes entsprechenden Zeitraum über das fünfundzwanzigste Lebensjahr hinaus. Dies gilt auch bei einer Unterbrechung oder Verzögerung durch den freiwilligen Wehrdienst nach Paragraf 58b des Soldatengesetzes, einen Freiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz, dem Jugendfreiwilligendienstgesetz oder einen vergleichbaren anerkannten Freiwilligendienst oder durch eine Tätigkeit als Entwicklungshelfer im Sinne des Entwicklungshelfer-Gesetzes für die Dauer von höchstens zwölf Monaten.
  • Ohne Altersgrenze, wenn sie auf Grund körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderungen nicht selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können. Hierfür ist entscheidend, dass die Behinderung während eines Anspruches auf Familienversicherung eingetreten und von nicht absehbarer Dauer ist.

Die beitragsfreie Mitversicherung ist ausgeschlossen, wenn folgende vier Bedingungen gleichzeitig zutreffen:

  • Die Eltern sind verheiratet und mit dem Kind verwandt.
  • Ein Elternteil ist privat krankenversichert.
  • Der Privatversicherte verdient mehr als der gesetzlich versicherte Partner.
  • Der Privatversicherte verdient in 2019 mehr als 60.750 Euro (beziehungsweise mehr als 54.450 Euro für Beschäftigte, die bereits am 31. Dezember 2002 privat versichert waren).

Wann endet die Familienversicherung?
Die Familienversicherung endet, wenn die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind. Zum Beispiel, wenn Ihr Familienangehöriger

  • höhere Einkünfte hat als die Einnahmegrenzen.
  • sich selbstständig macht.
  • anfängt, als Angestellter zu arbeiten.
  • die Altersgrenzen überschreitet. Tipp für Schüler und Studenten: Sollte sich der Versicherte nach dem 25. Lebensjahr noch für eine schulische Ausbildung entscheiden, kann er nicht mehr kostenlos bei seinen Eltern mitversichert werden. Er muss sich dann eigenständig krankenversichern. Studenten können sich bis zum 30. Lebensjahr oder 14. Fachsemester in der Krankenversicherung der Studenten (KVdS) versichern. Diese bietet den üblichen Leistungsumfang zu vergünstigten Prämien an.

Ist eine Familienversicherung für Ihre Angehörigen nicht möglich, gibt es unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit einer freiwilligen Versicherung. Ihr persönlicher Kundenberater berät Sie gern über die Fortsetzung Ihrer Kranken- und Pflegeversicherung.

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