Leistungen bei Berufskrankheiten

Menschen, die unter einer Berufskrankheit leiden, haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung. Wir helfen Ihnen weiter, wenn Sie den Verdacht haben, dass es eine arbeitsbedingte Ursache für Ihre Erkrankung gibt.

Bestimmte berufliche Tätigkeiten sind mit erhöhten gesundheitlichen Risiken verbunden, beispielsweise bei Kontakt mit Chemikalien oder durch physikalische Einwirkungen. In manchen Fällen können diese dauerhaft krank machen. Die häufigsten Berufskrankheiten sind Hauterkrankungen, Lärmschwerhörigkeit, Lungenerkrankungen durch Asbest und Muskel-Skelett-Erkrankungen. Welche Leiden als Berufskrankheiten anerkannt werden, ist rechtlich geregelt. Das bedeutet: Nicht jede möglicherweise arbeitsbedingt verursachte Erkrankung kann als Berufskrankheit anerkannt werden. Zuständig für die Einordnung als Berufskrankheit sind die gesetzlichen Unfallversicherungsträger. Die sogenannte Berufskrankheiten-Liste umfasst aktuell rund 80 Krankheitsbilder. Aber auch Erkrankungen, die in dieser Liste nicht aufgeführt sind, können gegebenenfalls den Status »wie eine Berufskrankheit« erhalten. 

Für Betroffene ist es von erheblicher Bedeutung, ob ihre Erkrankung als Berufskrankheit anerkannt wird. Sind die gesundheitlichen Einschränkungen so gravierend, dass sie zeitweise oder dauerhaft zu einer Berufsunfähigkeit führen, kann ihnen im Fall einer Berufskrankheit zum Beispiel Verletztengeld, eine Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsminderungsrente zustehen. 

Besteht der Verdacht auf eine Berufskrankheit, sind Ärzte, Arbeitgeber und Krankenkassen verpflichtet, dies dem Unfallversicherungsträger zu melden. Betroffene haben auch die Möglichkeit, sich selbst an die Unfallversicherung zu wenden. Auf unsere Unterstützung können Sie zählen: Sprechen Sie uns bitte an, wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Erkrankung durch Ihre berufliche Tätigkeit verursacht worden ist. 

Wie geht es weiter? Die Unfallversicherung wird mit Ihnen in Kontakt treten, um den Sachverhalt zu klären. Möglicherweise wird ein fachärztliches Gutachten erforderlich. Stellt sich heraus, dass eine anerkannte Berufskrankheit vorliegt, stehen Ihnen die Leistungen der Unfallversicherung zu – von medizinischer Versorgung bis zur beruflichen Wiedereingliederung oder Rentenleistungen. 

Sie möchten mehr erfahren?
Detaillierte Informationen zum Thema Berufskrankheiten erhalten Sie auf den Internetseiten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).


Quellen: Bundesministerium für Arbeit und SozialesDeutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V.