Intervallfasten – ein gesunder Trend?

Hollywood und Fitnessbranche haben es neu für sich entdeckt: Der periodische Verzicht aufs Essen soll beim Abnehmen helfen, die Konzentration verbessern und die Gesundheit fördern. Marvin Mielke, Mitarbeiter im Marketing der atlas BKK ahlmann, wollte herausfinden, ob das stimmt.

Wie funktioniert das Intervallfasten?

Am bekanntesten ist die 5:2-Methode: fünf Tage normal essen, dann zwei Tage fasten. An den Fastentagen wird entweder komplett auf feste Nahrung verzichtet oder die Kalorienmenge erheblich reduziert. Trinken ist ein Muss – infrage kommen Wasser und ungesüßte Früchte- oder Kräutertees. Es gibt auch die 16:8-Variante: Für diese Methode hat sich Marvin Mielke entschieden. Hier fastet man regelmäßig 16 Stunden pro Tag und ernährt sich in den übrigen 8 Stunden normal. Wird die letzte Mahlzeit des Tages beispielsweise um 17 Uhr eingenommen, pausiert man bis zum nächsten Morgen um 9 Uhr. Empfehlenswert ist es, sich in den Essensintervallen ausgewogen zu ernähren. Das Intervallfasten ist nicht geeignet zum Beispiel bei Untergewicht, niedrigem Blutdruck, Vorerkrankungen oder in der Schwangerschaft. In jedem Fall ist es ratsam, sich vorher ärztlich untersuchen und beraten zu lassen.

Was soll erreicht werden?

Das Intervallfasten soll dabei helfen, Fett ab- und Muskelmasse aufzubauen, die Cholesterinwerte zu verbessern, den Hormonhaushalt auf Vordermann zu bringen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes zu reduzieren. Auch auf die Konzentrationsfähigkeit soll sich das periodische Fasten positiv auswirken. »Im Vordergrund stehen bei mir die Optimierung meiner Leistungsfähigkeit und die Stärkung meines Immunsystems«, erläutert Marvin Mielke. »Und: ein Schutz vor Insulinresistenz. Die Bauchspeicheldrüse kann sich mal erholen und muss nicht dauernd Insulin ausstoßen. Das beugt möglicherweise einem Diabetes mellitus Typ 2 vor.« Da es bislang nur wenige Studien zum Intervallfasten gibt, ist der tatsächliche gesundheitliche Effekt noch unklar. Um langfristig das Gewicht zu regulieren ist das Intervallfasten nach Aussage von Ernährungswissenschaftlerin Isabelle C. Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung jedenfalls nicht sinnvoll, da hierdurch keine Umstellung des Ernährungsstils erfolge.

Fazit von Marvin Mielke

Für Marvin Mielke steht fest, dass er das Intervallfasten langfristig – zumindest phasenweise – weiterführen wird. »Nahrung im Überfluss zu jeder Tages- und Nachtzeit plus Bewegungsmangel sind nach meiner Überzeugung die Hauptursachen für zahlreiche  Zivilisationskrankheiten«, erklärt er. »Das (Intervall-)Fasten ist ein freiwilliger und somit stressfreier Verzicht auf das Essen, da der Zugang zur Nahrungsaufnahme jederzeit möglich wäre. Es ist daher für mich keine Diät, sondern eine Ernährungsform, die vom zwanghaften Essen wegführt – hin zu einer ursprünglicheren Ernährungsform, die wieder geleitet wird vom natürlichen Hunger- und Sättigungsgefühl.«