Pflanzendrink statt Kuhmilch?

Pflanzendrinks werden immer beliebter. Vor wenigen Jahren galten sie noch als Nischenprodukte und waren fast nur in Bioläden und Reformhäusern erhältlich. Mittlerweile gibt es die Drinks aus Hafer, Mandel, Haselnuss, Soja oder Reis in nahezu allen Supermärkten. 

Immer mehr Menschen verzichten auf Kuhmilch und verwenden stattdessen Pflanzendrinks. Für viele stehen ethische Gründe wie der Tier- und der Klimaschutz im Vordergrund. Anderen geht es um die geschmackliche Vielfalt. Auch gesundheitliche Aspekte können eine entscheidende Rolle spielen, zum Beispiel für Menschen, die Kuhmilch aufgrund einer Laktoseintoleranz nicht so gut vertragen. 

Laktose ist ein Milchzucker, der in Milch enthalten ist. Dieser wird im Dünndarm von einem körpereigenen Enzym, der Laktase, aufgespalten. Eine Laktoseintoleranz liegt vor, wenn der Körper keine oder zu wenig Laktase produziert. Gelangt eine größere Menge ungespaltenen Milchzuckers in den Dickdarm, kann dies zu Blähungen, Durchfall und Schmerzen führen. Für Menschen mit Laktoseintoleranz können die laktosefreien Pflanzendrinks daher eine Milchalternative sein.

Welcher Pflanzendrink ist wofür geeignet? Wir stellen Ihnen die drei häufigsten Sorten kurz vor: 

  • Der Haferdrink zählt wohl zu den beliebtesten Pflanzendrinks: Er ist geschmacklich relativ neutral und eignet sich für Müsli, Shakes, Milchreis und für den Kaffee. Der Gehalt an Kalorien, Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß ist etwas geringer als der von Milch, dafür liefert der Haferdrink aber ebenso viel Kalzium und wertvolle Ballaststoffe. Da Hafer im Inland angebaut wird, ist er auch in puncto Klimaschutz empfehlenswert. 
  • Am Sojadrink scheiden sich die Geister, denn der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig. Das Sojagetränk liefert mehr Proteine und weniger Kalorien als Milch und enthält wichtige ungesättigte Fettsäuren. Der Kalziumgehalt ist gering, daher sind einige Sorten mit Kalzium angereichert. Sojadrinks können zum Kochen und Backen sowie für Müsli und Mix-Getränke verwendet werden. Da sie sich gut aufschäumen lassen, eignen sie sich auch als Milchersatz für Kaffee. 
  • Mandeldrinks sind kalorienarm, enthalten wenig Fett und Kohlenhydrate. Aufgrund des hohen Wasseranteils ist aber auch der Gehalt an Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen gering. Wegen ihres nussigen Geschmacks sind Mandeldrinks besonders gut zum Backen und für Desserts geeignet.

Ihrer Gesundheit zuliebe sollten Sie Produkte ohne Zuckerzusatz bevorzugen. Gut zu wissen: Pflanzendrinks in Bio-Qualität dürfen keine Zusatzstoffe wie Emulgatoren und Stabilisatoren enthalten.