Stottern und Lispeln bei Kindern

Vorübergehendes Stottern oder Lispeln kommt beim Sprechenlernen häufig vor – es muss sich also nicht gleich um eine Störung handeln. Wenn sich die Auffälligkeiten aber über einen längeren Zeitraum zeigen, ist ein Gespräch mit dem Kinderarzt oder der Kinderärztin empfehlenswert. 

Lispeln entsteht, wenn die Zunge bei Zischlauten wie »s«, »z« und/oder »sch« zwischen die Zähne gerät. Das sogenannte Kinderlispeln während der Sprachentwicklung ist normal und legt sich meist nach einer Weile wieder. Auch zeitweiliges Stottern tritt insbesondere zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr bei einem Großteil der Kinder auf. Bis zum Alter von etwa sieben Jahren kann es noch hin und wieder zu einem Stottern kommen. 

Hellhörig sollten Eltern werden, wenn das Lispeln über mehrere Monate hinweg bestehen bleibt oder noch im Alter von fünf Jahren auftritt. Gleiches gilt, wenn Eltern unsicher sind, ob das Stottern ihres Kindes als normal anzusehen ist. Die erste Anlaufstelle ist der Kinderarzt oder die Kinderärztin. Hier kann festgestellt werden, ob eine Sprachentwicklungsstörung vorliegt und es möglicherweise eine bestimmte Ursache für die Auffälligkeiten gibt (wie beispielsweise Hörprobleme). Gegebenenfalls wird eine logopädische Therapie verordnet. Die Kosten für eine solche Therapie tragen wir. Wird die Therapie Ihrem Kind verordnet, müssen Sie keinen Eigenanteil leisten. 

Je früher eine Entwicklungsstörung erkannt wird, desto früher kann eine entsprechende Behandlung ansetzen. Wir raten daher allen Eltern, mit ihren Kindern die Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U9 und J1 zu nutzen. Um Ihrem Kind einen noch besseren Start ins Leben zu ermöglichen, übernehmen wir im Rahmen des Premium-Vorsorgeprogramms BKK STARKE KIDS darüber hinaus unter anderem die Kosten für die zusätzlichen Vorsorgeuntersuchungen U10 (7. bis 8. Jahr), U11 (9. bis 10. Jahr) und J2 (15. bis 16. Jahr). Um auch Störungen in der Sprachentwicklung frühzeitig erkennen und gezielt behandeln zu können, gehört mit BKK STARKE KIDS auch eine zusätzliche Sprachbeurteilung bei der U7 und eine zusätzliche Sprachuntersuchung bei der U7a zum Leistungsumfang dazu. 

Unser Tipp

Nutzen Sie alle Früherkennungsmöglichkeiten, auch wenn sich Ihr Kind normal entwickelt – und sprechen Sie Ihren Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin auf das Vorsorgeprogramm BKK STARKE KIDS an! Weitere Informationen sowie eine Übersicht der teilnehmenden Ärzte und Ärztinnen erhalten Sie im Internet unter: www.aBKKa.de/starkekids