Fertiggerichte auf dem Prüfstand

Woran liegt es, dass Tiefkühlpizza, Fertigsuppen und Co. so beliebt sind? Warum essen wir davon mehr, als zum Sattwerden nötig ist? Ernährungsexperten warnen seit Jahren vor den Folgen eines häufigen Verzehrs von stark verarbeiteten Lebensmitteln. Inzwischen hat auch die Politik reagiert. 

Fertiggerichte sind praktisch: Sie sind im Handumdrehen zubereitet, lassen sich gut lagern und können meist auch geschmacklich überzeugen. Aber ein Großteil dieser stark verarbeiteten Lebensmittel ist sehr kalorienreich und enthält zu viel Fett, Zucker und Salz. Hinzu kommt oft noch eine ganze Reihe an Geschmacksverstärkern, Farb-, Konservierungs- und Aromastoffen. Studien zeigen, dass der häufige Verzehr von Fertiggerichten Übergewicht begünstigt. Dafür gibt es mehrere Gründe. 

Einerseits sind industriell hergestellte Lebensmittel in vielen Fällen sehr energiereich. Dadurch werden mehr Kalorien aufgenommen als notwendig. Andererseits wirkt der übermäßig hohe Gehalt an Zucker, Fett, Salz und Geschmacksverstärkern auf das Belohnungssystem im Gehirn. Die Folge: Wir essen weiter, obwohl der Sättigungsgrad längst erreicht ist – und das am liebsten immer wieder. Bestimmt haben Sie dieses Phänomen auch schon erlebt. 

Wer häufig Fertigprodukte isst, gewöhnt sich immer mehr an die intensive Würze. Das kann langfristig dazu führen, dass der Geschmack von natürlichen Lebensmitteln wie frischem Obst und Gemüse als fade empfunden wird. 

Vor dem Hintergrund, dass in Deutschland rund 47 Prozent der Frauen und 62 Prozent der Männer übergewichtig sind und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes weiterhin zunehmen, ist das Problem auch für die Politik zum Thema geworden. Mit dem Koalitionsvertrag ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft beauftragt worden, eine nachhaltig wirkende und wissenschaftlich fundierte Strategie zu erarbeiten, um Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten zu verringern.

Wer sich gesund ernähren möchte, sollte stark verarbeitete Fertigprodukte weitgehend meiden. Wenn es nicht ganz ohne geht, empfiehlt es sich, schon beim Einkauf anhand der aufgedruckten Nährwerttabelle auszuwählen: Aus der Tabelle wird ersichtlich, wie viele Kalorien, Zucker, Fett und Salz in dem Produkt enthalten sind. Wer sich gesund ernähren möchte, sollte Speisen möglichst oft selbst zubereiten und auf eine abwechslungsreiche Kost mit viel frischem Gemüse und Obst achten. Dabei können Sie auch auf unsere Unterstützung zählen! In unserer Kursdatenbank finden Sie zahlreiche Gesundheitskurse zum Thema Ernährung: www.atlasBKKahlmann.de/kurse. Wir erstatten Ihnen pro Jahr zwei zertifizierte Gesundheitskurse (bis zu 150 Euro je Kurs)!


Quellen:
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Bundeszentrum für Ernährung
in form – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung