Senkung des Mindestbeitrags für Selbstständige

Seit Jahresbeginn gilt für freiwillig versicherte Selbstständige eine niedrigere Mindestgrenze bei der Beitragsberechnung. Für Selbstständige mit geringen Einkünften hat sich der Mindestbeitrag daher deutlich verringert.


Mit dem Versichertenentlastungsgesetz gilt seit dem 1. Januar 2019 eine um mehr als die Hälfte verringerte Mindestbeitragsbemessungsgrenze für freiwillig versicherte Selbstständige in Höhe von 1.038,33 Euro. Damit reduzieren sich auch die Mindestbeiträge für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung auf circa 190 Euro monatlich. 

Die bisherige gesonderte Mindestbeitragsbemessungsgrenze für Härtefälle und Existenzgründer entfällt. Für alle freiwillig versicherten Selbstständigen gilt nun die gleiche Grundlage der Mindestbeitragsbemessung wie für sonstige freiwillige Mitglieder. 

Eine weitere Änderung betrifft die Beitragsfestsetzung für freiwillige Mitglieder, die ihre Einkommensnachweise verspätet einreichen. Bei ihnen werden bei der Beitragsberechnung weiterhin Einnahmen in der Höhe der Höchstbemessungsgrenze zugrunde gelegt. Die gesetzliche Neuregelung ermöglicht diesen Versicherten jedoch eine rückwirkende Reduzierung, wenn sie innerhalb von zwölf Monaten nach der endgültigen Beitragsfestsetzung geringere Einkünfte nachweisen.

Fragen dazu beantwortet Ihnen gern Ihr Kundenberater unter der kostenfreien Servicenummer 0800 0435510.