Soziale Sicherung der Pflegeperson

 

 

Wer pflegt, kann seiner Arbeit nur in geringerem Umfang nachgehen. Dies und auch andere Aspekte berücksichtigt die Pflegeversicherung ebenfalls: Als ehrenamtlicher Helfer sind Sie automatisch unfallversichert und nach der Beendigung der Pflege haben Sie als Pflegeperson Anspruch auf eine bessere Wiedereingliederung in das Erwerbsleben. Waren Sie unmittelbar vor der Pflege erwerbstätig, besteht ein Anspruch auf Leistungen nach dem Recht der Arbeitsförderung.

An Ihre Rente wurde ebenfalls gedacht. Voraussetzung ist (ebenso wie bei den Leistungen der Arbeitsförderung), dass Sie die Pflege nicht erwerbsmäßig, regelmäßig und mindestens 10 Stunden an 2 Tagen die Woche durchführen. Dies gilt auch, wenn die Mindeststundenzahl nur durch die Pflege mehrerer Pflegebedürftiger erreicht wird. Zudem muss die Pflege im häuslichen Bereich − also nicht in einem Pflegeheim − durchgeführt werden, und der Pflegebedürftige muss Leistungen aus der Pflegeversicherung beziehen.

Sollten Sie als Pflegekraft gleichzeitig Elterngeld beziehen oder eine Rente wegen Erwerbsminderung erhalten, so werden Ihnen diese Leistungen nicht gekürzt. Das Pflegegeld, das von dem Pflegebedürftigen an die Pflegeperson weitergegeben wird, ist kein Einkommen im sozialversicherungsrechtlichen oder steuerrechtlichen Sinne. Auch der Anspruch auf die kostenfreie Familienversicherung geht durch diese Zahlungen nicht verloren.

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