Osteopathie bei Rückenschmerzen

Für viele Menschen gehören Rückenschmerzen mittlerweile zum Alltag dazu und sind zur Gewohnheit geworden. Die Suche nach den Ursachen ist dabei häufig kompliziert. Hierbei kann neben dem Hausarzt oder dem Orthopäden, auch der Osteopath helfen.

 

Osteopathie – eine ganzheitliche Heilmethode

In der Osteopathie bedient sich der Therapeut zur Diagnose und Behandlung seiner Hände. Darum wird bei dieser Heilmethode auch oft der Begriff »Heilen mit Händen« genutzt. Im Gegensatz zu anderen manuellen Techniken basiert die Osteopathie auf einem Konzept, welches den Menschen in seiner Ganzheit respektiert. 

Osteopathen versuchen Funktionsstörungen im Körper zu erkennen und zu therapieren. Der Grundgedanke ist, dass Bewegungsapparat, Schädel und Rückenmark sowie die inneren Organe als Systeme zusammenhängen. Sie sind durch Faszien (feine Gewebenetze) verbunden. Mit sanften Griffen sollen auftretende Blockaden in diesen Verbindungen gelöst und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden. Die Therapeuten wollen nicht nur die Symptome eines körperlichen Leidens beheben, sondern dessen Ursache.

Osteopathie bei Rückenschmerzen

Auch bei Rückenschmerzen wird Osteopathie eingesetzt. Da häufig mehrere Faktoren zur Entstehung der Schmerzen beitragen, ist die Suche nach der Ursache kompliziert. Hier kann die Osteopathie helfen, die Ursache zu erfassen und Schmerzen zu lindern. Mithilfe verschiedener Dehn-, Griff- und Massagetechniken wird versucht, Bewegungseinschränkungen und Verhärtungen zu lösen, um so die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen.

Im Rahmen einer Übersichtsstudie, die im Jahr 2014 im englischen Fachjournal BMC Musculoskeletal veröffentlicht wurde, konnte festgestellt werden, dass die osteopathische Behandlung bei unspezifischen Rückenschmerzen den Schmerz verringert und die Fähigkeit, Alltagstätigkeiten zu verrichten, verbessert. Dazu wurden 15 Studien mit etwa 1500 Teilnehmern in die Übersichtsstudie aufgenommen. Im Rahmen der Studie konnten darüber hinaus keine ernsten Nebenwirkungen bei der osteopathischen Behandlung festgestellt werden.

Laut der Bundesvertretung der Osteopathen in Deutschland (VOD) sind jährlich mehr als fünf Millionen Menschen in osteopathischer Behandlung. Die Kosten einer solchen Behandlung sind von Anbieter zu Anbieter verschieden. Die Behandlungsmethode ist kein Teil des gesetzlichen Leistungskatalogs der Krankenkassen. Die atlas BKK ahlmann übernimmt allerdings als freiwillige Zusatzleistung einen Großteil der Kosten für osteopathische Behandlungen bei Ärzten, Physiotherapeuten oder Heilpraktikern, die als ausgebildeter Osteopath Mitglied im Berufsverband der Osteopathen sind oder eine Ausbildung absolviert haben, die zum Beitritt in einen Berufsverband berechtigt. So stellen wir sicher, dass Sie qualifiziert osteopathisch behandelt werden.

Weitere Informationen zur Kostenübernahme für Osteopathie finden Sie hier.