Bewerbung

Mache Werbung für dich!

Eine Bewerbung zu schreiben ist nicht schwierig. Du musst nur wissen, wie es geht. 
Deshalb zeigen wir dir jetzt, wie du ein aussagekräftiges Anschreiben formulierst, welche Inhalte für deinen Lebenslauf wichtig sind und wie du dich online am besten präsentierst.

Grundsätzlich solltest du deine Bewerbung sehr sorgfältig erstellen. Überzeuge sowohl formal als auch inhaltlich. Achte darauf, dass deine Unterlagen vollständig sind. Hierzu gehören das Anschreiben, der Lebenslauf, das Foto, Schulzeugnis und mögliche Praktikumsbescheinigungen. Zeugnisse werden chronologisch geordnet.

Tipp: Verschicke nie Originale sondern gute Kopien.

Anschreiben

Verfasse kein Standardschreiben. Um Interesse für dich zu wecken, muss das Anschreiben individuell und auf die Anforderungen des gewünschten Jobs ausgerichtet sein.

Dein Anschreiben unterteilst du in Einleitung, Hauptteil und Grußformel. Folgende Inhalte sind hierfür wichtig:

Die Einleitung beinhaltet die Stellenbezeichnung und den Grund deiner Bewerbung. Versuche, einen persönlichen Bezug zur Aufgabe herzustellen, um deine überdurchschnittliche Motivation zum Ausdruck zu bringen.

Hier ein Beispiel:

»Aufgrund meiner Begeisterung für die Gestaltung und Produktion von Werbemitteln, bewerbe ich mich mit großem Interesse um einen Ausbildungsplatz als Mediengestalterin für Digital- und Printmedien. Nachdem ich mich im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit umfassend informiert und bereits erste Erfahrungen während meines Schulpraktikums in der Werbeagentur ALLESWIRDGUT gesammelt habe, bin ich davon überzeugt…«

Natürlich kannst du auch einen vorausgegangen E-Mail-Kontakt oder ein bereits geführtes Telefongespräch erwähnen.

Der Hauptteil beschreibt deinen schulischen und persönlichen Werdegang sowie deine Fähigkeiten und Kenntnisse, damit die Personalabteilung einen ersten Eindruck von deiner Qualifikation erhält. Gehe auf die gestellten Anforderungen ein und achte darauf, dass die aufgeführten Informationen für die angestrebte Tätigkeit relevant sind. Formuliere aussagekräftige Sätze und vermeide Rechtschreibfehler.

Du beendest den Hauptteil mit einem Abschlusssatz, der sich auf das Vorstellungsgespräch bezieht. Hier steht häufig folgender Satz:

»Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr.«

Zum Schluss schreibst du eine Grußformel wie zum Beispiel »Mit freundlichen Grüßen«. Anschließend bestätigst du mit deiner Unterschrift die Richtigkeit deiner Angaben.

Tipp: Lass dein Bewerbungsanschreiben von zwei Personen gegenlesen, die viel mit Schriftverkehr zu tun haben. Zum Beispiel von einer Tante, die Sekretärin ist oder von älteren Geschwistern, die im Büro arbeiten.

Lebenslauf

Folgende Punkte sollten unbedingt in deinem Lebenslauf enthalten sein:

  • persönliche Daten wie Vor- und Zuname, Geburtsdatum und –ort, Familienstand und Staatsangehörigkeit
  • Schulbildung
  • Besondere Kenntnisse (zum Beispiel Sprachen, EDV-Kenntnisse)
  • Zusatzinformationen (zum Beispiel Auslandsaufenthalte)
  • Hobbys und Interessen (zum Beispiel soziales Engagement, Sport)
  • Datum und Unterschrift (keine Grußformel)

Es gibt zwei Möglichkeiten, deinen Lebenslauf zu gliedern. Entweder schreibst du die Punkte chronologisch, also der Zeitfolge nach auf. Oder du verwendest Oberbegriffe wie Schulbildung und außerberufliche Weiterbildung.

Auf jeden Fall musst du auch im Lebenslauf deutlich machen, dass du die allerbeste Besetzung für den Job bist.

Besonders wichtig ist ein gutes Foto. Nur ein Blick und blitzschnell wird ein Urteil gefällt, dass der Personalchef beim Lesen deiner Bewerbung vor Augen behält. Daher solltest du darauf achten, dass du auf dem Foto sympathisch und aufgeschlossen wirkst. Dein Äußeres sollte gepflegt, dein Gesichtsausdruck freundlich und dein Lächeln umwerfend sein.

Online-Bewerbung

Wenn ein Unternehmen Onlinebewerbungen anbietet, solltest du sie auf jeden Fall nutzen. Die Anforderungen an die Individualität und Qualität sind identisch mit der schriftlichen Bewerbung.

Es gibt jedoch spezielle Hinweise, die du berücksichtigen solltest:

  • Deine E-Mail-Adresse muss seriös sein und sollte nicht von einem Firmenserver verschickt werden, also zum Beispiel: vorname.nachname@provider.de.
  • Es ist sinnvoll, neben der E-Mail-Adresse auch die komplette Adresse inkl. Telefonkontakt anzugeben.
  • Die Onlinebewerbung sollte immer an eine konkrete Person und nicht an eine anonyme Firmenadresse wie beispielsweise info@firma.de geschickt werden.
  • Wird ein Bewerbungsformular angeboten, wird es auch benutzt und auf ein verschicken der Bewerbung verzichtet.
  • Wird kein Bewerbungsformular angeboten, erstellst du eine Onlinebewerbung, die ein Anschreiben, deinen Lebenslauf, dein Foto und Zeugnisse und Bescheinigungen enthält. Wenn Du Dateien im Anhang verwendest, achte auf die korrekte Benennung wie zum Beispiel Lebenslauf_Nachname.doc.
  • Vermeide eine eigene Bewerbungshomepage. Niemand hat Zeit und Lust, im Internet eine Bewerbung zu suchen oder sich dort über potentielle Mitarbeiter zu informieren.
  • In einer Onlinebewerbung haben Emoticons wie Smileys nichts verloren.

Soziale Netzwerke

Die wichtigste Erkenntnis gleich vorab: Wer unvorteilhafte Partybilder oder aufschlussreiche Schnappschüsse oder Videos in sozialen Netzwerken veröffentlicht, ist selbst schuld!

Immer mehr Unternehmen beziehen bei ihrer Personalrecherche auch das Internet mit ein. Jeder Bewerber muss damit rechnen, auf diese Weise »überprüft« zu werden. Gerade bei jungen Menschen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie sich in Onlinenetzwerken tummeln und vieles über ihr privates Leben verraten. Vielleicht suchst du dich selbst im Internet und machst dir ein Bild davon, ob und wie du dort zu finden bist.

Du solltest unbedingt Fotos und Beiträge, die dich in ein schlechtes Licht stellen, entfernen. Leider geht das nicht immer. Alternativ kannst du aber mit neuen Beiträgen und Profilen die unangenehmen Inhalte in den Ergebnislisten der Suchmaschinen nach hinten verdrängen.