Berufsstart

Los geht's

Juhu! Du bist es!

Große Klasse! Wir freuen uns sehr darüber, dass du dich erfolgreich beworben hast und in dein Berufsleben starten kannst. Damit du dich nicht unnötig mit dem Papierkrieg belasten musst, kommen hier die wichtigsten Tipps für einen stressfreien Start. Die Checkliste zeigt dir die Punkte, auf die du besonders achten solltest.

Unterlagen-Checkliste für den Berufsstart:

  • Mitgliedschaftserklärung für die Krankenversicherung
  • Bescheinigung über die Mitgliedschaft in der Krankenversicherung
  • Gesundheitszeugnis, wenn du unter 18 Jahre alt bist
  • Altersversorgung
  • Sozialversicherungsnummer/Sozialversicherungsausweis
  • Steueridentifikationsnummer
  • Schulzeitbescheinigung
  • Berufsausbildungsbeihilfe
  • Kontonummer
  • Vermögenswirksame Leistungen

Sozialversicherung

Gut versichert in das Berufsleben! Die Deutsche Sozialversicherung ist ein gesetzliches Versicherungssystem. Es bietet dir finanziellen Schutz in existenziellen Risikosituationen und deren Folgen wie Krankheit, Arbeitslosigkeit, Berufsunfälle und Pflegebedürftigkeit. Ziel ist es, deine Stellung im Rahmen der Gesellschaft – wie es so schön heißt – zu erhalten.

Die Sozialversicherung umfasst folgende Zweige:

  • Krankenversicherung 
    Sie umfasst die ärztliche und zahnärztliche Behandlung, Krankenhausbehandlung, Krankengeld, Arznei-, Heil- und Hilfsmittel.
  • Pflegeversicherung
    Sie gewährleistet häusliche und stationäre Pflege, Pflegegeld und -hilfsmittel.
  • Rentenversicherung
    Sie gewährleistet Renten, medizinische Rehabilitation (Kuren) und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (Umschulungsmaßnahmen).
  • Arbeitslosenversicherung
    Sie leistet Arbeitslosengeld und unterstützt bei der Arbeitsvermittlung sowie Berufsberatung.
  • Unfallversicherung
    Sie sichert ärztliche und zahnärztliche Behandlungen, Krankenhausbehandlungen, Verletztengeld und -rente bei Arbeits- oder Berufskrankheiten.

Ausbildungsvergütung

Wenn du eine duale Ausbildung beginnst, also im Betrieb und in der Berufsschule, bekommst du eine Ausbildungsvergütung. Sie ist kein Lohn oder Gehalt, sondern soll deine Kosten der Ausbildung und ein angemessenes Taschengeld abdecken.

Die Ausbildungsvergütung muss mit jedem Ausbildungsjahr ansteigen. Liegt diese nicht höher als 350 Euro pro Monat zahlst du weder Steuern noch Beiträge zur Sozialversicherung.

Bei den meisten Betrieben gibt es eine tariflich festgelegte Ausbildungsvergütung. Von manchen Betrieben werden auch Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und Vermögenswirksame Leistungen (VL) gezahlt. Die Höhe der durchschnittlichen Ausbildungsvergütungen nach Berufen findest du in der Datenbank Ausbildungsvergütung (www.bibb.de/dav). Zudem gibt es für die Vergütung während der Ausbildung Empfehlungen, die dir die Agentur für Arbeit nennen kann.

Hat der Betrieb, bei dem du dich bewirbst keine tariflich festgelegte Ausbildungsvergütung wird diese ausgehandelt. Grundsätzlich entscheiden die Rahmenbedingungen und dein Verhandlungsgeschick über dein Gehalt. Je besser deine Voraussetzungen sind und je besser du dich verkaufen kannst, umso höher sind deine Chancen auf ein gutes Gehalt.

Tipp: Bei der Wahl deines Ausbildungsbetriebes sollte für dich nicht die Ausbildungsvergütung sondern vielmehr die Übernahmechancen und das Gehalt nach der Ausbildung im Vordergrund stehen.

Haushaltsgründung

Der erste richtige Job. Das erste Gehalt. Die erst Bude. Wie aufregend!

Du solltest vor der Erfüllung deiner Wohnträume und der Haushaltsgründung auf jeden Fall prüfen, wie viel Geld dir einschließlich der Nebenkosten zur Verfügung steht. Hierfür musst du deine Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen.

Einnahmen:

  • Gehalt
  • ggf. Zuschüsse von deinen Eltern
  • Unterstützung durch die Agentur für Arbeit

Ausgaben:

  • Lebensunterhalt (zum Beispiel Lebensmittel, Putzartikel, Kosmetik)
  • Telefon, Internet
  • Versicherungen
  • Kleidung
  • Auto, Karte für öffentliche Verkehrsmittel
  • GEZ
  • Sonstiges (zum Beispiel Kino, Fitness-Center, Urlaub)

Im Zweifel solltest du bei deinen Ausgaben mit höheren Kosten rechnen, damit du keine bösen Überraschungen erlebst und am Ende weniger übrig bleibt als erwartet. Wenn du die Ausgaben von deinen Einnahmen abziehst, bekommst du den Betrag, der für eine Miete inklusive aller Nebenkosten zur Verfügung steht.

Nachdem du eine geeignete Wohnung gefunden hast, musst du den Umzug und viele fleißige Helfer organisieren, denn es gibt einiges zu tun. Ausmisten, Transportauto und Umzugskisten besorgen, packen, Parkplatz vor der Wohnung absperren, Nachsendeantrag bei der Post stellen, auf dem Einwohnermeldeamt neuen Wohnsitz angeben, Telefonanschluss beantragen, Anschriftenänderung bei Versicherungen, Krankenkasse usw. melden, Übergabeprotokoll ausfüllen, Hausratversicherung abschließen, Zählerstände in der neuen Wohnung ablesen und vor allem schleppen, schleppen, schleppen.

Natürlich musst du auch noch die Grundausstattung für deinen Haushalt besorgen. Nimm dir einen Moment Zeit und bedenke in Ruhe, was du benötigst. Auf jeden Fall muss auf deiner Einkaufsliste folgendes stehen: Besteck, Teller, Töpfe, Gläser, Reinigungsmittel, Handtücher, Zahnpaste, Shampoo, Klopapier und -bürste.

Viel Spaß in deiner eigenen Wohnung und in deinem neuen Leben.

Zeitmanagement

Menschen, die ständig zu wenig Zeit haben, wirken besonders wichtig und sind überfordert, wenn sie plötzlich mehr Zeit für sich haben. Daher sträuben sie sich gegen das Thema Zeitmanagement. Fakt ist aber, dass der richtige Umgang mit der Zeit uns hilft, in stressigen Situationen gelassen zu bleiben, ein gesünderes Leben zu führen und eine bessere Lebensqualität zu erhalten.

Hier einige Tipps:

  • Setze Prioritäten sowie persönliche und berufliche Ziele fest.
  • Plane realistisch und selektiere. Was ist dir wirklich wichtig?
  • Keine Angst vor großen Brocken. Schritt für Schritt kommst du voran.
  • Achte auf deinen eigenen Biorhythmus.
  • Bündel gleichartige Aufgaben zusammen und arbeite effizient.
  • Blocke Zeit für die wichtigsten Aufgaben.
  • Denke einfach nicht so kompliziert.
  • Frage andere um Rat.
  • Delegiere, wenn möglich.
  • Gönne dir eine Pause, atme tief durch und genieße den Tag.

Checkliste

Alles startklar? Diese Punkte solltest du unbedingt vor deinem Berufsstart erledigen:

Mitgliedschaft Krankenversicherung
• Mitgliedschaftsantrag – Woher? atlas BKK ahlmann. Ruf uns einfach an, oder fülle den Antrag direkt   online aus unter: www.aBKKa.de/mitgliedschaft
• Ausgefüllter Antrag – An wen? atlas BKK ahlmann.
• Wann? Nach Unterzeichnung des Ausbildungsvertrags.

Bescheinigung über die Mitgliedschaft in der Krankenversicherung
• Woher? atlas BKK ahlmann.
• An wen? Deinen Arbeitgeber.
• Wann? Bei Ausbildungsbeginn.

Sozialversicherungsnummer/-ausweis
• Woher? Sofern du noch keinen hast, beantragen wir nach deiner Anmeldung durch deinen Arbeitgeber den Sozialversicherungsausweis für dich.
• An wen? Deinen Arbeitgeber.
• Wann? Bei Ausbildungsbeginn.

Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID)
• Woher? Auf deinem Schreiben vom Bundeszentralamt für Steuern, welches dir bei Einführung der 
Steuer-ID im Jahr 2008 zugeschickt wurde. 
• An wen? Deinen Arbeitgeber.
• Wann? Bei Ausbildungsbeginn.

Eigenes Konto / Kontonummer
• Woher? Bank oder Sparkasse.
• An wen? Deinen Arbeitgeber.
• Wann? Bei Ausbildungsbeginn.

Eventuell Berufsausbildungsbeihilfe
• Woher? Antrag von der Agentur für Arbeit.
• An wen? Agentur für Arbeit.
• Wann? Bei Ausbildungsbeginn. 

Eventuell vermögenswirksame Leistungen
• Woher? Vertrag bei Banken oder Sparkassen.
• An wen? Deinen Arbeitgeber.
• Wann? Je eher, desto besser. 

Altersvorsorge
In Deutschland ist die Altersvorsorge in drei Säulen gegliedert: die gesetzliche, die betriebliche und die 
private Altersvorsorge. 
Für Auszubildende ist vor allem die gesetzliche Altersvorsorge relevant. Über die gesetzliche Krankenkasse werden jeden Monat 18,7 Prozent vom Gehalt in die Rentenkasse bei der deutschen Rentenversicherung abgeführt. 

Betriebliche und / oder private Altersvorsorge
• Woher? Vertrag bei Banken oder Sparkassen.
• An wen? Deinen Arbeitgeber.
• Wann? Je eher, desto besser.

Eventuell Berufsunfähigkeitsversicherung
Sie zahlt, wenn man durch eine schwere Erkrankung oder einen Unfall berufsunfähig wird. 

Je jünger und gesünder du bist, desto niedriger sind die Beiträge. Wer später zum Beispiel unter einer Sportverletzung oder Rückenproblemen leidet, hat deutlich höhere Beiträge zu zahlen. Unter Umständen kommt sogar gar kein Vertrag zustande. 
Schließe die Versicherung daher möglichst bereits zu Beginn deiner Ausbildung ab.

Mitglied werden

Mit dem Ausbildungsbeginn benötigst du eine eigene Krankenkasse, wenn du bisher immer über deine Eltern versichert warst. Doch das geht ganz einfach.

Wir benötigen von dir nur einen Mitgliedschaftsantrag vollständig ausgefüllt und von dir unterschrieben zurück. Den Antrag findest du hier: Mitgliedschaftsantrag

Wenn du bisher bei einer anderen Krankenkasse oder in einer privaten Krankenversicherung versichert warst, kannst du die atlas BKK ahlmann nur wählen, wenn du in einem der folgenden Bundesländer wohnst oder arbeitest: Bremen, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Region NRW-Rheinland.

Sobald wir deinen Antrag erhalten haben, informieren wir deinen Arbeitgeber automatisch mit einer Mitgliedschaftsbescheinigung über deine Wahl der Krankenkasse. Rechtzeitig zum Mitgliedschaftsbeginn (=Ausbildungsbeginn) erhältst du dann deine neue Kundenkarte!

Schulzeitbescheinigung

Für deinen späteren Rentenanspruch benötigst du eine Schulzeitbescheinigung. Rente. Das klingt jetzt noch ganz weit weg. Später wirst du dich aber freuen.

Für die Rentenberechnung wird die Ausbildungszeit nach Vollendung des 17. Lebensjahres berücksichtigt. Auch Zeiten nach Vollendung des 16. Lebensjahres können berücksichtigt werden. Darüber entscheidet der Rentenversicherungsträger.

Berücksichtigt wird der Besuch aller allgemeinbildenden, weiterführenden Schulen, die Teilnahme am Berufsbildungsjahr in vollzeitschulischer Form sowie die planmäßig abgeschlossene Fachschul-, Fachhochschul- und Hochschulausbildung.

Die Bescheinigung stellt dir die jeweilige Schule aus und sollte am besten gleich nach Ende der Schulausbildung bei deiner Krankenkasse oder beim Rentenversicherungsträger vorgelegt werden.